ATD 3/2012 - Bienenvölkerverluste nach den Wintern 2010/11 und 2011/12 im Landkreis Bautzen

Der Rückgang der Bienenvölkerzahlen in den letzten 20 Jahren in Deutschland ist maßgeblich auf die Anfang der 80er Jahre eingeschleppte Milbe Varroa destructor zurückzuführen. Zweifellos ist die Bienenhaltung dadurch komplizierter geworden, zumal Varroabekämpfungsmaßnahmen nicht jedes Jahr nach dem gleichen Schema angewendet werden können. Die Deutschen Bieneninstitute haben Verfahren entwickelt, mit denen es möglcih ist, ohne größere Verluste zu imkern. Im Folgenden wird die Auswertung einer Befragung zweier größerer Stichproben von Imkern aus dem Landkreis Bautzen in den Wintern 2010/2011 und 2011/2012 vorgestellt.

Autor:
F. Koithan
Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt Bautzen
Bahnhofstr. 7
02625 Bautzen

ATD 3/2012 - Zusatzstoffe in der Tierernährung

Zur Sicherstellung einer optimalen Versorgung der Tiere ist eine Supplementierung von Zusatzstoffen wie Aminosäuren, Vitamine oder Spurenelemente bei der Herstellung von Futtermitteln in vielen Fällen notwendig. Futtermittelzusatzstoffe werden bereits seit 1970 gemeinschaftliche zugelassen. Das neue europäische Recht zur gemeinschafltichen Zulassung und zur Verwendung von Zusatzstoffen in der Tierernährung ist am 22.09.2003 verabschiedet worden und es kann auf eine fast neunjährige Anwendung bzw. Durchführung zurückgeblickt werden. Neben der Definiton von Zusatzstoffen wurden auch Kategorien und Funktionsgruppen festgelegt. Das Zulassungsverfahren für Futtermittelzusatzstoffe wird rechtlich gewürdigt.

AutorInnen:
A. Töpper
Referat für futtermitteluntersuchungen und Mikrobiologie
Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg
Neßlerstr. 23-31
76227 Karlsruhe

A. Lauche
Referat Futtermittel
Bundeamt für VErbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
Mauerstr. 39-42
10117 Berlin

 

 

 

ATD 2/2012 - Die Rolle von L. monocytogenes in einem Convenience Food Betrieb

Listeria monocytogenes kann als Lebensmittelinfektionserreger zu schwerwiegenden Erkrankungen des Menschen und auch zu Todesfällen führen. Zusätzlich kommt es nach L. moncytogenes-Befunden immer wieder zu Rückrufaktionen aus dem Handel. Daher ist die Beherrschung dieser Mikrobe für Lebensmittelbetriebe von essentieller Bedeutung. In dieser Untersuchung wurden in einem Convenience-Food-Betrieb (Sandwich- und Feinkostsalate-Produktion) Daten zum Vorkommen und zur genetischen Diversität von L. monocytogenes-Stämmen erarbeitet, die dort über den Zeitraum eines Jahres isoliert wurden. Eine Schwachstellen-Analyse wurde insbesondere bezüglich des betrieblichen Hygienekonzeptes vorgenommen und daraus definierte Maßnahmen (z.B. Einführung der Kontrolle des R+D-Erfolges vor dem Arbeitsbeginn) im Betrieb umgesetzt und mit Nachkontrollen begleitet. Es wird deutlich, dass der Umsetzung der sogenannten "prerequisites" eines HACCP-Konzeptes in der Lebensmittelindustrie besondere Beachtung geschenkt werden muss, um sichere Lebensmittel zu gewinnen.

VerfasserInnen:
U. Kuhn, R. Stephan, A. Stolle
Korrespondenzadresse:
A. Stolle
Donauschwabenstr. 18
85386 Eching

ATD 2/2012 - Untersagung der Abgabe von Rohmilch abseits des Ortes der Milcherzeugung als "Milch ab Hof"

Einem Milcherzeuger wurde die Rohmilchabgabe an den Endverbraucher mittels Automat durch die zuständige untere Lebensmittelüberwachungsbehörde untersagt, weil der Automat nicht im ausgesiedelten Milcherzeugungsbetrieb aufgestellt war, sondern an der alten, verkehrsgünstiger gelegenen Hofstelle im Ortskern. Somit waren die Vorgaben für die Ausnahme des generellen Abgabeverbotes von Rohmilch an den Verbraucher als "Milch ab Hof" aus Sicht der Behörde nicht gegeben und die Rohmilchabgabe an dieser Stelle war mit sofortiger Wirkung zu untersagen. Der Landwirt legte gegen diese Verfügung Widerspruch ein. Da diesem nicht abgeholfen wurde, reichte er Klage beim Verwaltungsgericht ein. Der Fall und das Urteil sollen hier dargestellt bzw. diskutiert werden.

VerfasserIn:
C. Weinmann, U. Bennemann
Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis
Fachdienst Veterinärwesen und Verbraucherschutz
Sankt-Rochus-Str. 12
74722 Buchen

ATD 2/2012 - Inaktivierung von Listeria monocytogenes durch kommerzielle Reinigungsmittel

Cruz und Fletscher testeten 21 kommerziell erhältliche Reinigungsmittel auf ihre Effektivität für ein Reduktion von Listeria monocytogenes-Zellen. Sie erreichten mit allen Reinigungsmitteln, außer mit Produkten auf Biguanid-Basis, die geforderte Keimzahlreduktion um 5 Log-Stufen. Bei der Überprüfung der Mittel an L. monocytogenes-Biofilmen hatten nur Peroxiessigsäure, Chlordioxid und Produkte auf Natriumchloridbasis eine ausreichende Reduktion der Keime zur Folge. Dementsprechend muss bei der Auswahl der Reinigungsmittel in Betrieben besondere Sorgfalt auf die Fähigkeit dieser Mittel gegenüber der Reduktion von bakteriellen Biofilmen gelegt werden.

Verfasserin:
R. Pichner
Motschenbacher Mühle 1
95336 Mainleus

 

ATD 2/2012 - 47. Kulmbacher Woche

veranstaltet vom Max-Rubner-Institut- Bundesforschungsinsstitut für Ernährung und Lebensmittel - Standort Kulmbach
Kurzfassung folgender Fachvorträge (Teil 1):
Aktuelle Trends bei der Rindfleischreifung - Trocken- und Vakuumreifung im Vergleich
Rindfleischreifung unter Einsatz von Starterkulturen
Warmfleischreifung mit einem alternativen System und anschließender Verpackung unter Schutzatmosphäre
Farbe von Schweinefleisch bei unterschiedlicher Sauerstoffkonzentration in der Schutzatmosphärenpackung
Nachhaltigkeit in der Fleischwirtschaft - Herausforderungen und Missverständnisse
Farbvariation von Geflügelfleisch - ein Problem?
Automatische Erfassung des Schlachtkörperwertes von Hähnchen mittels Video-Image-Analyse

 

ATD 2/2012 - Zur Beachtung der Lenk- und Ruhezeiten der Fahrer im Zusammenhang mit Langstreckentransporten von Tieren

Die verpflichtende Anwendung der Sozialgesetzgebung der Lenker beeinträchtigt in erheblichem Maße den Transport von Tieren auf der Straße. Außer beim (kürzeren) Transport von nicht abgesetzten Kälbern, Lämmern, Zicklein, Fohlen und Ferkeln ermöglicht nur eine Dreifahrerbesetzung des Transportfahrzeuges die verordnungskonforme Beförderung im Ausmaß der möglichen Höchstbeförderungszeiten. Verantwortlcih für eine entsprechende Planung ist der Organisator, dem amtlichen Tierarzt kommt die Plausibilitätsprüfung der Planung zu.

Verfasser:
A. Rabitsch
Tierärztliche Praxis Rosental
Waldstr. 13
A-9170 Ferlach

W. Wessely
Schottenbastei 10-16
A-1010 Wien

 

ATD 2/2012 - Grundlagen der Gutachtenerstellung

Tierärztliche Gutachten werden aus den unterschiedlichsten Gründen erstellt. Doch auch bei zunächst banalen Anlässen kann das Gutachten bei der Eskalation eines Tierschutzfalls an Bedeutung gewinnen. Dies reicht hin bis zur Verwendung als Beweismittel in einer Gerichtsverhandlung, so dass jedes Gutachten von vorneherein bestimmte Kriterien erfüllen sollte. Voraussetzung für die Erstellung eines Gutachtens ist, dass vor Ort der Vorbericht und die Befunde sorgfältig erhoben werden. Anschließend sollte vor Beginn der schriftlichen Arbeit überlegt und festgelegt werden, was das Ziel des Gutachtens ist. Im Gutachten selbst sind dann strukturiert der Vorbericht und die Befunde aufzuführen, eine fachliche Bewertung vorzunehmen und abschließend ein Ergebnis zu präsentieren. Diese Einzelpunkte werden im Folgenden näher ausgeführt.

Verfasser:
P. Scheibl
Landesinstitut Spezialeinheit Tiergesundheit; Futtermittel
Spezialeinheit Tierschutz
Bayrisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit
85762 Oberschleißheim

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  22. ATD 4/2011 - Mikrobiologische Untersuchung von kosmetischen Mitteln und Tätowierfarben
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  25. ATD 4/2011 - Hundeimporte in Süd- und Osteuropa
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