ATD 4/2011-Dioxine bei extensiver Weidehaltung
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- Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 05. Januar 2012 07:37
- Geschrieben von Brigitte Ebert
Dioxine und Polychlorierte Biphenyle (PCB) sind trotz aller Maßnahmen der letzten Jahre als Kontaminanten nahezu überall in der Umwelt anzutreffen. In einer bestimmten Hintergrundbelastung können Substanzen tierischer Herkunft nachgewiesen werden. In Nordrhein-Westfalen und anderen Bundesländern wurden in den vergangenen Jahren eine Reihe Untersuchungsprogramme bei Lebensmitteln, die von Weiderindern stammen, durchgeführt. Es hat sich gezeigt, dass Schafe und Rinder diese Substanzen im Körper unterschiedlich einlagern. Bei der Betrachtung der Ergebnisse ist deshalb zu beachten, dass die verschiedenen Tierarten unterschiedlich auf eine Belastung mit den Umweltkontaminanten Dioxin und dl-PCB reagieren. Überschreitungen der EU-weiten Höchstwerte wurden insbesondere in Lebern von Schafen und im Fleisch von Rindern aus der Extensivhaltung festgestellt. In diesem Jahr wird in einem bundesweit koordinierten Programm die Belastung von Rindern aus der Mutterkuhhaltung untersucht. Weiterer Untersuchungsbedarf besteht insbesondere im Hinblick auf den genauen Weg, welchen die Kontaminanten in das Tier nehmen sowie zu möglichen Maßnahmen zur Verringerung dieser Belastung.
Autor:
Jörg Schulte-Domhof
Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
Schwannstr. 3
40476 Düsseldorf





