ATD 3/2010- Indirekte Bestimmung von Allergenen in Fleischerzeugnissen mittels Polymerase-Kettenrea

Nahrungsmittel- oder Lebensmittelallergien sind eine besondere Form der Nahrungsmittelunverträglichkeit. Sie sind gekennzeichnet durch eine spezifi sche Überreaktion gegen bestimmte Stoffe, die in der Nahrung enthalten sind und mit ihr aufgenommen werden. Allergene können ungewollt und unbeabsichtigt z.B. durch Kreuzkontamination bei der Produktion in Nahrungsmittel allgemein, und so auch in Fleischerzeugnisse gelangen. Diese versteckten Allergene, die oft nur in Spuren vorhanden sind, stellen eine erhebliche Gefährdung der Gesundheit allergischer Personen dar. Um die Sicherheit potentiell gefährdeter Konsumenten zu gewährleisten, ist eine konzertierte Aktion der Lebensmittelproduzenten, der Legislative und der Kontrollbehörden zwingend erforderlich. Eines der dazu notwendigen Werkzeuge ist die Entwicklung verlässlicher Methoden, die in der Lage sind, Allergene bereits in Spuren in verschiedenen Nahrungsmitteln spezifisch nachzuweisen. Potentiell geeignete Analysenmethoden auf DNA (Desoxyribonukleinsäure)-Basis aus der wissenschaftlichen Literatur wurden auf ihre Anwendbarkeit für die Matrix Fleischerzeugnis geprüft und zum indirekten Nachweis der potentiell allergenen Bestandteile Weizen, Gerste, Roggen, Erbse, Soja, Erdnuss und Sellerie mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) eingesetzt.

AutorIn:
Sabine Andrée, Fredi Schwägele
Max Rubner-Institut
Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel
Arbeitsgruppe Analytik
E.-C.-Baumann-Straße 20
95326 Kulmbach

 

 

 

 

 

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