ATD 1/2010 - BVD-Bekämpfung auf der Basis von Ohrgewebeproben

Ergebnisse aus einer Studie am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittel-sicherheit

 

Das Virus der Bovinen Virus Diarrhoe (BVDV) ist in europäischen Rinderbeständen weit verbreitet. Die BVDV-Infektion eines Bestandes verursacht große wirtschaftliche Verluste. Eine besondere Bedeutung bei der Verbreitung des Virus spielen persistent infizierte Tiere (PI-Tiere), sogenannte Virämiker. Diese infizieren sich bereits im Frühstadium der Gravidität im Uterus eines sero-negativen Muttertieres. Zu diesem Zeitpunkt ist das Immunsystem des Fetus noch nicht so weit entwickelt, dass das Virus als körperfremd erkannt wird. Daher wurde eine Studie zur Eignung der Ohrstanzmethode bei neugeborenen Kälbern zur Bekämpfung der BVD/MD am Bayerischen LGL durchgeführt. Es wurden die Möglichkeiten des BVDV-Nachweises aus den erhaltenen Gewebeproben getestet. Die aktuelle Studie, die am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit seit Herbst 2008 durchgeführt wird, hat in Vorbereitung auf die BVDV-Verordnung zum Ziel, die Eignung von verschiedenen Ohrmarkensystemen zu prüfen, die Transportlogistik und die Automatisierungsfähigkeit von PCR-Untersuchungen inklusive der Bearbeitung im Originalgefäß zu evaluieren. Die Studie und ihre Ergebnisse werden beschrieben und diskutiert.

 

Korrespondierender Autor:

Dr. Karl-Heinz Bogner

Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Eggenreuther Weg 43

91058 Erlangen

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