ATD 3/2008 - Fortwährendes Tragen von Handschuhen belastet die Haut des Verkaufspersonals

Ergebnisse im Forschungsprojekt

Um gegenüber den Verbrauchern einen vermeintlich hygienisch sicheren Umgang mit Lebensmitteln zu demonstrieren, ist zunehmend zu beobachten, dass an Fleisch-, Wurst- und Käsetheken vom Verkaufspersonal fortwährend Einmalhandschuhe getragen werden, was sich in einer Verschärfung des Hauterkrankungs-geschehens beim Verkaufspersonal, insbesondere der jährlich erstmals gemeldeten Handekzeme niedergeschlagen hat. Die zuständigen Träger, die zuständigen Berufsgenossenschaften, müssen sowohl für Heilmaßnahmen als auch für die Prävention der Hauterkrankungen jährlich Leistungen und Kosten in einem nicht unerheblichen Umfang erbringen. Daher haben die Berufsgenossenschaften in einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit dem Institut für Arbeitsschutz hygienische Aspekte beim Tragen von Einmalhandschuhen an Frischetheken gezielt untersucht. In mehreren Versuchsreihen wurden unter praxisnahen Bedingungen an einer Fleischtheke standardisierte Arbeitsabläufe beim direkten Umgang mit der Ware ausgeführt und dabei jeweils die mikrobielle Keimbelastung über die Zeit ermittelt.

Autorin:
Dr. Christa Hilmes
Fleischerei-Berufsgenossenschaft - Bereich Prävention
Referat Betriebsberatung und -überwachung
Lortzingstr. 2
55127 Mainz

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