ATD 1/2009 - Hakenwürmer als praxisrelevante Zoonoseerreger
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- Zuletzt aktualisiert am Freitag, 23. Oktober 2009 19:16
- Geschrieben von Brigitte Ebert
Infektionen mit Helminthen bei Hunden und Katzen sind in Deutschland weit verbreitet. Diese Endoparasiten können insbesondere zu intestinalen Symptomen führen, die möglicherweise mit Enteritiden und Durchfall einhergehen. Unter den Helminthen sind bei Hunden und Katzen insbesondere die Nematoden und Zestoden von veterinärmedizinischem Interesse. Besonders Jungtiere sind häufig mit Helminthen befallen. Außerdem unterliegen Tiere aus Gruppenhaltungen bzw. bei regelmäßigem Ausgang auf sogenannten „Hundewiesen“ einem besonderen Infektionsrisiko mit Parasiten. Durch die Ausscheidung von Helmintheneiern bilden Hunde und Katzen ein Reservoir für verschiedene Zoonoseerreger. Bestimmte Helminthenspezies von Hund und Katze kommen auch beim Rotfuchs sowie einigen anderen wildlebenden Karnivoren vor, was aus epidemiologischer Sicht von Bedeutung ist. In Deutschland spielen bei der Entwurmung aufgrund der Prävalenz und Pathogenität für Tier und Mensch vor allem Spulwürmer (Toxocara spp.), Hakenwürmer (Ancylostoma spp., Uncinaria stenocephala) und Bandwürmer (Echinococcus spp.) eine herausragende Rolle. Der folgende Beitrag befasst sich mit autochthonen Hakenwürmern als parasitäre Zoonoseerreger, analysiert deren Pathomechanismen und die Risiken für die menschliche Gesundheit.
Autor:
Dr. Wieland Beck
FTA für Parasitologie, FTA für Kleintiere, Dipl. EVPC
Leopoldstraße 27
80802 München





