ATD 1/2009 - Wesentliche Aspekte der Kontrolle und Reduzierung von Salmonellenproblemen in Schweinez

Im Rahmen des Salmonellenkontrollprogramms des Tiergesundheitsdienstes Sachsen-Anhalt wurden insgesamt 1691 Schweine aus 21 Ferkel produzierenden Zuchtbetrieben blutserologisch auf Salmonellen-Antikörper untersucht, wobei 16,4% der Tiere positiv getestet wurden. Der überwiegende Teil dieser positiven Tiere war mit über 60% im Altsauenbestand zu finden. Der Bereich der Läuferaufzucht war kaum belastet. Obwohl keine Vergleichsuntersuchungen zwischen Zucht und Mastbetrieben auf Erregerebene angestellt wurden, war ein direkter Zusammenhang zwischen einer hohen Belastung im Ferkel produzierenden Bereich und der Mast nicht herzustellen. Der Eintrag Salmonellen belasteter Tiere in die Mast scheint also eine untergeordnete Rolle zu spielen, so dass die Fokussierung auf den Mastbereich selbst auch in Zukunft der zentrale Bestandteil einer sinnvollen Salmonellenkontrolle sein wird. In diesem Zusammenhang stellt die Optimierung des Hygienekonzepts ein wichtiges Kriterium sowohl zur Senkung der Salmonellenprävalenz in den Beständen als auch zur Verringerung des Infektionsdrucks und damit zur Verbesserung der Tiergesundheit dar.

Autor:
Dr. Karsten John
Schweinegesundheitsdienst Sachsen-Anhalt
Hegelstraße 39
39104 Magdeburg

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